Unterschied zwischen kostenlosen und kostenpflichtigen Virenprogrammen

Surfen im Internet macht Spaß und bietet viele Vorteile. Jeder dritte Haushalt in Deutschland verfügt heute über einen eigenen Internetzugang. Allerdings bringt das Internet neben den vielen Vorteilen auch einige Nachteile. Dazu gehören Schädlinge, namentlich Trojaner, Würmer und Spyware, umgangssprachlich auch unter der Bezeichnung Viren bekannt. Diese können der Festplatte des Computers oder Laptops Schaden zufügen. Um solche Schäden zu begrenzen, werden sogenannte Antivirenprogramme eingesetzt. Synonym zu Antivirenprogramm werden oft auch die Bezeichnungen Virenscanner oder Virenschutz verwendet.

Die Aufgabe der Antivirenprogramme lässt sich einfach erklären: Sie sollen den PC vor Schädlingen schützen. Das geschieht, indem sie alle Dateien, die während der Internetverbindung mit dem PC ausgetauscht werden, auf Schädlinge untersuchen. Versucht eine verdächtige Datei auf den PC zu gelangen, schlägt das Antivirenprogramm Alarm.

Unterschieden werden Antivirenprogramme in Echtzeitscanner und manuelle Scanner. Erstere laufen immer im Hintergrund mit. Die manuellen Scanner laufen nicht ständig mit, sondern werden auf Wunsch gestartet. Beiden Varianten ist gemeinsam, dass sie eine Verbindung mit dem Internet benötigen, um ihre Arbeit machen zu können. Außerdem müssen sie ständig aktualisiert werden, da immer wieder neue Viren im Internet auftauchen. Nur so bieten sie einen optimalen Schutz vor Schädlingen.

Der Computerbesitzer hat bei der Wahl seines Antivirenprogramms eine riesige Auswahl, denn es gibt unzählig dieser Programme. So gibt es kostenlose und kostenpflichtige Antivirenprogramme. Ein Beispiel für ein bekanntes und sehr beliebtes kostenpflichtiges Virenprogramm ist Norton Antivirus 2012. Ein sehr oft benutztes kostenloses Antivirenprogramm ist Avira AntiVir.

Natürlich gibt es Unterschiede zwischen kostenlosen und kostenpflichtigen Antivirenprogrammen. Diese kann man allerdings nicht am Virenschutz selbst festmachen, das ist zumindest das Ergebnis von Tests bekannter Computermagazine. Der wohl größte Unterschied liegt im Umfang der Programme. In Premium-Versionen (kostenpflichtige Programme) sind meist noch mehrere Schutzmaßnahmen gegen Bedrohungen aus dem Internet integriert. Denn neben Würmern und Trojanern gibt es noch andere Bedrohungen aus dem Internet, so beispielsweise durch sogenanntes Phishing. Das bedeutet, dass Betrüger eine Kopie einer Internetseite, die dem Original zum Verwechseln ähnlich sieht, ins Internet stellen. Am Beispiel einer Bankseite wird leicht ersichtlich, welches Folgen Phishing haben kann: Der Kunde merkt nicht oder erst zu spät, dass es sich nicht um die Originalseite handelt, und gibt seine Bankdaten ein. Betrüger fangen diese Daten ab, um sie zu missbräuchlich zu verwenden.

Die meisten Internetuser vertrauen auf ein kostenloses Antivirenprogramm. Eine kostenpflichtige Version ist wie erwähnt umfangreicher, aber nicht für jeden nötig. Grundsätzlich gilt: Wer im Internet mit einer gewissen Sorgfalt und auch nicht auf zwielichten Seiten unterwegs ist oder gar ihm unbekannte Programme herunterlädt, der schützt sich immer noch am besten. Wer zudem noch auf Online-Banking verzichtet, der ist mit einem guten kostenlosen Antivirenprogramm gut bedient. User, die allerdings Bankgeschäfte online abwickeln und sehr viele persönliche Daten im Internet eingeben, sollten sich ein kostenpflichtiges Antivirenprogramm wie etwa Norton Antivirus zulegen.